Almanya

Published on Haziran 7th, 2018 | by Avrupa Forum 3

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Neusprech in der Migranten- und Gender-Debatte – Harry R. Wilkens

Durch George Orwells futuristischen Roman “1984” erfahren wir, dass durch raffinierte, ja schizophrene (“Krieg ist Frieden”) – und in jedem Falle verlogene Sprachplanung – die sprachliche Ausdrucksmöglichkeit beschränkt und damit die Freiheit des Denkens aufgehoben wird. Diese Manipulation heißt im Englischen “Newspeak.

“Neusprech” soll mit Hilfe der Politik, der Medien und der Schulen die Sprache so manipulieren, dass Tatsachen verschleiert werden, und somit die wirklichen Ziele der Herrscher, wie wir es in heutiger Zeit, und im Westen vor allem in Merkeldeutschland, so schön krass sehen.

Das ging so weit, dass die in Deutschland geborene kurdischstämmige hessische Grünen-Landtagsabgeordnete alevitischen Glaubens Mürvet Öztürk in einer Rede bei einer Veranstaltung des Deutsch-Türkischen Jugendwerks im Januar 2011 die Abschaffung von “diskriminierenden und rassistischen” Begriffen wie “Migrationshintergrund” und “Integration” forderte. Es ist wahr, dass diese Bezeichnungen auf diese Dame nicht zutreffen, da sie ja laut Merkel zu denen gehört, “die schon länger hier leben”, womit die Deutschen gemeint sind –ein besonders raffinierter “integrierender” Euphemismus…

In diesem Kontext müssen wir die Bemühungen der Bundesregierung, der Länder und Kommunen sehen, die christlichen Feste religionsneutral umzutaufen. So zum Beispiel soll der Weihnachtsmarkt “Wintermarkt”, “Lichtermarkt” und gar – wie schon in Wiesbaden verwirklicht – “Sternschnuppenmarkt” heißen. Dahingegen soll der Sankt-Martinstag und der Sankt-Martinsumzug “Lichterfest” heißen, was übrigens schon für das jüdische achttägige Lichterfest Chanukka verwendet wird. Logischerweise kann man Weihnachten nur noch “Winterfest” nennen, da ja Chanukka in der Advents- und oft Weihnachtszeit stattfindet…

Wir hatten uns gerade daran gewöhnt, in unseren Texten von FreundInnen, PolizistInnen, FeindInnen, SoldatInnen und sogar von Weihnachtsmänninnen zu schreiben (falls der Weihnachtsmannverleih nur noch Frauen übrig hat). Schwerer fallen uns Neuschöpfungen wie die Geflüchteten, die Rad/Auto Fahrenden. Aber der/die MenschIn ist ein Gewohnheitstier. Vielleicht wird man eines Tages wie der ehemalige CDU-Bonze und jetzige AfD-Führer Alexander Gauland “Vogelschiß” sagen und damit (auch) das Dritte Reich meinen, so wie man heute unter Grökaz die größte Kanzlerin aller Zeiten versteht, denn Gröfaz – der größte Führer aller Zeiten – ist ja schon vergeben…

Heute soll man anstatt FreundInnen, PolizistInnen, FeindInnen, SoldatInnen optisch anspruchsvoller lieber Freundinnen, Polizistinnen, Feindinnen und Soldatinnen schreiben. Dieses Zeichen * heißt “Genderstern”, aber mit Judenstern/Davidstern und politisch korrekten Bezeichnungen für Juden und andere “lieben Mitbürger*innen sollte man doch keine Witze reißen, es sei denn, die Juden, Muslime und Jesiden reißen sie selber in ihrem Galgenhumor.

Was soll man jedoch zu den neu errichteten AZ sagen, den Ankerzentren, die zynisch für “Ankunft, Entscheidung, kommunale Verteilung bzw. Rückführung (AnKER)” stehen? Der makabre Witz ist schon alleine in dieser Abkürzung AZ enthalten, der Entsprechung der KZ in Libyen und anderen afrikanischen Ländern, die von Berlin und Brüssel subventioniert werden…

Was jedoch ist mit den Mensch*innen, die sich keinem Geschlecht zuordnen können? Ich rede nicht nur von den süßen Thaifrauen und Filippinas in den Armen zahlungskräftiger Alemannen und Teutonen, die sich plötzlich als Männin entpuppen. In hiesigen Gefilden sind die Transen leichter zu erkennen. In der Kult-Erziehungsserie “Lindenstraße” ist die Männin vom Dienst mit einer ihrer vielen Perücken auf den ersten Blick erkennbar, während in der zweiten Folge von “Crocodile Dundee” der australische Held auf einem Künstlerempfang der älteren rauhstimmigen Dame erst mal in den Schritt greifen musste, um beruhigt festzustellen, dass dort nichts war, bzw. nichts runterhing… Im wirklichen Leben tat Donald Trump dies aus anderen Gründen und war sich des Ergebnisses schon im vornherein sicher.

Kindern werden inzwischen an Kitas und Schulen im Gender-Unterricht die verschiedenen Möglichkeiten der Geschlechterausübung nähergebracht. Sie sollen von dem bisher vorherrschenden Bild von Mann und Frau losgelöst werden und durch eine raffinierte Gehirnwäsche lernen, dass es weder ein festes männliches, noch ein festes weibliches Geschlecht gibt, sondern dazwischen noch viele Möglichkeiten, wie Bi-, Homo- und Transsexuelle, und dass sich die diversen Neigungen sogar ändern können. Auf diese Weise bekämpfen die abendländischen Pädagogen zugleich die Auffassungen der Religionen des Buches, also der Muslime, Juden und Christen…

07.06.2018

Harry R. Wilkens

 

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