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Avusturya

Published on Kasım 4th, 2016 | by Avrupa Forum 1

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HDK-Wien: “Wir lassen es nicht zu, dass unsere Freiheiten eingeschränkt werden!”

Wir lassen es nicht zu, dass unsere Freiheiten eingeschränkt werden!
hdp-selahattin-figen-tutuklama-006Als das demokratische Bündnis der Völker in Österreich (HDK-Avusturya) möchten wir hiermit auf die äußerst problematischen und diskriminierenden Geschehnisse, denen wir auf sämtlichen Dimensionen des alltäglichen Lebens ausgesetzt sind, hinweisen.
Wir alle haben die Türkei wegen der repressiven und assimilierenden Politik verlassen und fanden unter anderem in Österreich eine neue Heimat.
Bedauerlicherweise werden wir auch in den europäischen Staaten, in denen wir leben so auch in Österreich, mit türkischen rechtsextremen Äußerungen und Hasspredigten konfrontiert. Dass wir weit weg von unserem Herkunftsland leben, hindert uns nicht daran, die besorgniserregenden politischen Entwicklungen mitzuverfolgen. Wir sind der Auffassung, dass die Menschenrechte universell gelten, weshalb wir die aktuelle Politik der Türkei gegenüber Minderheiten und regierungskritischen Stimmen vehement ablehnen.
Der Gebrauch unserer verfassungsrechtlichen Möglichkeiten in Österreich ist gewissen Gruppierungen ein Dorn im Auge. Türkische RechtsextremistInnen („Graue Wölfe“) und AKP-AnhängerInnen versuchen, unsere Aufklärungsbemühungen, mit denen wir auf fatale politische Entwicklungen in der Türkei hinweisen möchten, zu stören und durch Schmutzkampagnen zu überschatten.
In diesem Zusammenhang verurteilen wir auf das schärfste auch die sexistischen sowie rassistischen Androhungen und Angriffe auf die Frauenpolitikerin Berivan Aslan, die sich stets um die Anliegen der hier lebenden und benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen bemüht.
Intoleranz, Rassismus, psychologischer Druck und Hetze begegnen uns leider ständig:
• Die Social Media Kanäle werden regelrecht dafür missbraucht, AKP-regierungskritische Personen ausfindig zu machen, um ihnen später eine mögliche Einreise in die Türkei zu erschweren. Damit möchte man einen psychologischen Druck auf die Menschen ausüben.
• Unsere demokratischen, religiösen und kulturellen Vereine und deren Veranstaltungen sind häufig Zielscheibe faschistischer Angriffe.
• Es wird versucht, unsere Stellung auf dem Arbeitsmarkt für uns benachteiligend zu beeinflussen.
• Auch wegen unserer Identität als Frauen und unserer sexuellen Neigung, sind wir sexistischen Übergriffen ausgesetzt.
• Die Verwendung der kurdischen Sprache stößt oft auf Inakzeptanz.
• Gegen unsere ArbeitgeberInnen werden Schmutzkampagnen durchgeführt, und sie werden wegen angeblicher Unterstützung terroristischer Organisationen boykottiert.
Wir betrachten das Ganze als einen Ausfluss der aktuellen AKP-Politik in der Türkei. MenschenrechtsaktivistInnen, KünstlerInnen, AkademikerInnen, PolitikerInnen und JournalistInnen, die sich für ein friedvolles Miteinander engagieren, werden als „TerroristInnen“ etikettiert und politisch verfolgt.
Einer Welt voller Rassismus, Diskriminierung und Marginalisierung werden wir uns niemals unterwerfen.
Als HDK fordern wir die Öffentlichkeit dazu auf, die Aufmerksamkeit auf diese Missstände zu richten und dagegen aktiv zu werden. Unsere österreichischen Werte der Gleichheit, Gerechtigkeit, Demokratie und Solidarität sollen nicht nur ein Lippenbekenntnis sein.

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