Almanya

Published on Mart 1st, 2019 | by Avrupa Forum 3

0

Die Manipulation des Rassismus und des Antisemitismus – Harry R. Wilkens

Eigentlich wollte ich über den insbesondere für Deutsche so typischen Rassismus insgesamt schreiben. Jetzt jedoch will Berlin auf Druck der Dumpfbacke Donald Trump seine im ISIS endgültig verrohten Söhne und Töchter und deren Nachwuchs heim ins Reich verbringen. –

Jedoch wie?

Die Versuchung war groß, meinen Artikel schlicht und einfach “Heim ins Reich” zu benennen. Aber das Aufzeigen der Manipulation des Rassismus ist mir schon seit Jahrzeiten ein Anliegen, und brachte mir Scherereien und Verfolgungen ein. Und dies zu einer Zeit, als solche Missetaten noch nicht “virtuell” in sozialen Netzwerken verübt werden konnten, also in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts…

Die meist geheimdienstlichen Methoden haben sich nicht geändert, die Hintermänner und ‑frauen oft auch nicht. Hunderte von jungen Franzosen wurden in den Siebzigerjahren aus Paris via Belgien in Sonderbussen nach NRW gekarrt, die nächstgelegene “typisch deutsche” Region. Dort konnten diese Kippaträger mal so richtig die Sau loslassen, mit wüsten Beschimpfungen gegen die lokale Bevölkerung, die ganz entsetzt war, obwohl vorgewarnt, dass aufgrund der großen Dichte von NS-Verbrechern und Angeklagten mit dem Auftauchen des deutsch-französischen Schuld- und Sühneengels Beate Klarsfeld und ihrer wilden frankophonen Bande zu rechnen war.

Es kam zu keinerlei Verständigung zwischen Einfallenden und Überfallenen, unter denen es auch rheinländische Juden gab. – Alle inzwischen tot und vom Winde verweht. Das Einzige, was blieb, war die später international hochdekorierte Sarkozy-Freundin Klarsfeld, die 2012 für das noch lukrativere Amt der Bundespräsidentin vorgeschlagen wurde, und vor allem der HASS.

Dieser Hass war mir zu jener Zeit selbst begegnet, schon vorher im Juli 1974, als ich im Pariser Südbahnhof Gare de Lyon, angesichts der Gefahr eines Zypernkrieges, auf die Abfahrt wohl eines der letzten Züge des Istanbul-Expresses wartete, und mir ein entnervter Bahnangestellter furchtlos über die Gleise hinweg zuschrie: “Sale Turc, rentre chez toi!” – So wie Anfang 2019 angeblich eine Pariser Gelbweste dem Philosophen Alain Finkielkraut zugerufen haben soll: “Sale Juif – rentre chez toi en Israël!” Dabei wollte ich im Juli 1974 nur noch rechtzeitig zu meiner eigenen Hochzeit mit einer Kreterin kommen, und auch nicht die letzte Fähre von Piräus nach Chania verpassen…

Bei Letzterem, sowie bei weiteren antisemitischen Vorgängen von Anfang 2019, dürfte es sich tatsächlich um Provokationen handeln, obwohl seit der Einverleibung der DDR im Jahre 1990 es kaum noch Finanzierungen aus dem Osten Europas für solche “nazistischen” Vorfälle gab… Trotzdem muss man sich fragen:”Qui bono?”, und dabei fällt einem spontan der französische Präsident Emmanuel Macron und seine neuen nahöstlichen Freunde ein. Aber auch seine am 22. Januar 2019 in Aachen erneuerte “Deutsch-französische Freundschaft”, die den vor genau 55 Jahre zuvor im Elysée-Palast geschlossenen vermoderten Vertrag erneuern soll, dürfte daran nicht ganz unschuldig sein, wie mir Ende der1970er Jahre eminente Insider wie der französische Staatsmann Pierre Pflimlin angedeutet hatten…


Gilets Jaunes: Suchen Sie den Fehler!

Was jetzt noch folgt, sollte eigentlich in den Merk- und Warnblättern der jeweiligen Polizeibehörden nachgedruckt werden, so z.B. in der Republik und Kanton Genf des vor kurzem “gegangenen” Polizeipräsidenten und Iran- und Golfstaaten-Fan Pierre Maudet,.. Insbesondere nach der erwarteten noch größeren Rückkehr von ISIS-Kämpfern. Nur: Haben diese jungen Menschen überhaupt etwas mit echten Konvertiten und Dschihadisten zu tun, haben sie je einen echten Juden gesehen? Die Bibel und den Koran gelesen? Oder nur jene abscheulichen Hetzblätter und -schriften?

Stellen Sie sich einmal vor, sie säßen ganz unauffällig friedlich in einem öffentlichen Transportmittel in Berlin oder Paris, oder in einem Lokal…

Da tritt ein junger Mann auf Sie zu, und Sie vermuten, dass er Sie um eine Auskunft fragen möchte. Sie setzen ein erwartungsvolles und wohlwollendes Gesicht auf.

Da bemerken Sie eventuell, dass besagter junger Mann eine Kippa auf dem Kopf trägt. Sie sind schon bereit, ihn mit “Schalóm” zu begrüßen. – Tun Sie das bitte nicht, denn das könnte Ihnen als antisemitische Provokation vorgeworfen werden, ebenso wie jeglicher Satz in Jiddisch, das er sowieso nicht versteht… Mit Hebräisch könnte es vermutlich genauso zu einer Eskalation kommen, eventuell auch mit Russisch und gar Arabisch.

Aber sicherlich kommt man Ihnen mit einer Attacke zuvor, unter Beisein etlicher mitreisender Zeugen oder Restaurantgäste – und eben erst haben sie bemerkt, dass Sie von einem vermutlich nahöstlichen Begleiter gefilmt werden…

Ja, Sie sind der unverhoffte Hauptdarsteller einer Filmszene, die damit endet, dass der vermeintlich Auskunft heischende Tourist Ihnen die friedliche allbekannte israelische Nationalhymne “ha-Tikva”(die Hoffnung) ins Antlitz haucht, oder ein weniger friedliches Kampflied in Ihr entsetztes, jetzt auf Alles gefasste Gesicht brüllt. Und dann kommt es zu den unvermeidlichen Gewalttätigkeiten, es sei denn, Sie hauen rechtzeitig ab und alarmieren die Polizei, Ihren Freund und Helfer…

Aus rechtlichen Gründen können wir hier nicht einen Film oder eine Nachstellung über Antänzer bzw. Ansänger veröffentlichen…


Komplotismus: “Die Kippas greifen an!”

Im sogenannten “Islamischen Staat” gab es keine Juden. Einen noch “vorrevolutionären” iranischen Juden traf ich im Winter 1966/67 in Wien. Er war ca. 21/22 Jahre wie ich und stammte aus Teheran. Wir übernachteten im hohen, als Jugendherberge fungierenden in der Innenstadt übriggebliebenen Luftschutzgebäude und ich konnte ihm einen frühmorgendlichen Aushilfsjob als Verkäufer der Wiener Morgenblätter besorgen…

Ein paar Monate später war es mit der Idylle junger jüdischer Touristen in Europa vorbei: Der Sechstagekrieg und 12 Jahre später die “Iranische Revolution” machte jeglicher jüdisch-arabischer Verständigung den Garaus.

Der seit jungen Jahren für Donald Trump als “Fixer” arbeitende jüdische Rechtsanwalt Michael Cohen (geb.1966), dessen Vater dem Holocaust entkommen war, behauptete, dass “The Donald” kein Antisemit war. Die Pfalz seiner Vorfahren gehörte laut Trump ohnehin zu “Schweden” oder so etwas Ähnlichem… Nach der 1945 erfolgten Auflösung des (immerhin noch zweisprachigen) hitlerschen Gaus “Westmark” durfte sowieso wieder ausländisch und jüdisch geheiratet werden. The Donald war und blieb jedoch ein Goj und hatte die den Gójim charakteristische Eigenschaft, dass Loyalität kein so hohes Gut für ihn war wie für seine jüdischen Mitwisser. Deswegen wird sein Impeachment wohl kaum verhindert werden können.

Und in Deutschland geht jetzt wieder einmal ein politisch noch korrekterer rheinischer Karneval zu Ende. Natürlich darf man sich während dieser Jahreszeit weiterhin “rassistisch” verkleiden und bemalen, auch in der Fastnachtshochburg Mainz. Zu Zeiten des begnadeten Sohnes der Stadt, des Dachdeckerbaumeisters und Faschingsbarden Ernst Neger (1909-1989), hatte niemand etwas gegen dessen Familiennamen und Firmenlogo einzuwenden. Im Gegensatz zu heute, als solche Namen ein absolutes No-Go wurden. Aber wie wir sahen, ist man alleine dadurch kein Rassist.

Also rein in den Knast mit dem Gesindel, das uns “Narren” und Widerstandskämpfer als “Faschisten” und “Rassisten” und gar “Antisemiten” verleumdet, neuerdings sogar auf YouTube-Filmchen! Auf diese Weise werden wir endlich auch deren Hintermänner und ‑frauen habhaft. Incha’Allah, Halevay!

01.03.2019

Fotos:

Grabmal der Familie Neger in Mainz

Karikaturen aus der satirischen Wochenschrift CHARLIE HEBDO

Gilets Jaunes: Suchen Sie den Fehler!

Komplotismus: “Die Kippas greifen an!”

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,


About the Author



Bir cevap yazın

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Back to Top ↑