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Published on Şubat 17th, 2018 | by Avrupa Forum 2

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Deniz Yücel ist frei! Unser Kampf geht weiter! • Die Türkei wirbt für ihren Krieg nach Afrin!

Pressemitteilung vom Solidaritätskreis „Freiheit für Meşale Tolu“:

Deniz Yücel ist frei! Unser Kampf geht weiter! • Die Türkei wirbt für ihren Krieg nach Afrin!

Herzlich Willkommen Deniz!

„Ich bin überaus glücklich, dass Deniz Yücel endlich frei ist. Herzlich Willkommen“ twitterte Mesale Tolu, als sie die Nachricht über seine Freilassung erhalten hatte.
Die Solidaritätsinitiative Freiheit für Mesale Tolu freut sich ebenfalls riesig, dass Deniz Yücel endlich frei ist. Die Initiative setzte ihre Aktivitäten, darunter auch die Kundgebungen in Ulm unter dem Motto „Freiheit für Mesale Tolu, Deniz Yücel und alle inhaftierten JournalistInnen“ fort. Und wir werden weitermachen, denn tagtäglich werden in der Türkei JournalistInnen verhaftet.
Mit der Freilassung von Deniz sehen wir uns im Kampf gegen die willkürliche Inhaftierung von JournalistInnen gestärkt. Wir brauchen jede Stimme, die die Machenschaften der Erdogan-Diktatur aufdeckt und sich dem Faschismus nicht beugt.
Die Geisel Deniz kommt raus! Der Krieg gegen Afrin geht weiter!
Deniz war eine politische Geisel. Dass die Befreiung von Geiseln meistens einen Preis hat, wissen wir auch.
Was hinter den verschlossenen Türen lief, wissen wir nicht. Aber dass die Türkei nach wie vor die Unterstützung für den Krieg im kurdischen Kanton Afrin hat, ist kein Geheimnis.
Seit dem 20. Januar 2018 bombardiert die Türkei gemeinsam mit dschihadistischen Milizen das Gebiet Afrin. Ca. 200 Zivilisten, darunter auch viele Kinder, sind bisher getötet worden.
Wir weisen darauf hin, dass jeder, der diesen Diktator unterstützt, sei es militärische, wirtschaftliche oder politische Unterstützung, mitverantwortlich für diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg ist. Und wir weisen nochmals auf die besondere Mitverantwortung Deutschlands hin, da die Zerstörung dieser Region und die Bombardierung der Zivilbevölkerung unter anderem mit dem Einsatz von deutschen Leopard-II-Panzern geschieht.
Die Unterhändler von Erdogan, Binali Yildirim und Mevlut Cavusoglu, sind auf Werbungsreise für ihren Krieg. Alleine durch den Empfang in EU-Ländern, darunter auch in Deutschland, haben sie schon Erfolg. So können sie in der Türkei über ihre eintönigen Medien weiterverbreiten: Wir sind ein demokratisches Land!
Gelichzeitig aber werden Tausende Menschen verhaftet, die sich gegen den Krieg äußern, und die gegen den Ausnahmezustand sind. Bisher beläuft sich die Zahl seit dem Kriegsbeginn am 20. Januar auf ca. 2.000! Darunter sind zahlreiche JournalistInnen wie der ETHA-Journalist Ali Sönmez Kayar, der vor 10 Tage verhaftet wurde.
Am gleichen Tag, an dem Deniz freigelassen wurde, wurden drei Personen aufgrund ihrer journalistischen Tätigkeit jeweils zu lebenslanger Haft verurteilt.
Also freuen wir uns über die Freilassung von Deniz Yücel, warnen aber gleichzeitig alle, die die Freilassung von Deniz als Zeichen der Normalisierung betrachten.
Laut einer Liste der Solidaritätsplattform mit den Inhaftierten Journalisten vom 14. Februar 2018 sind 215 JournalistInnen in der Türkei im Gefängnis. Auf der Liste sind die Namen und Gefängnisadressen aufgeführt (http://tutuklugazeteciler.blogspot.de).
Dass es in der Türkei keine normal funktionierende Justiz gibt, wurde durch den Fall Deniz Yücel nochmals bestätigt: Willkürliche Verhaftung, Vorwürfe wie „Terrorismus Propaganda“, „Agent“ etc., keine Anklageschrift, keine Gerichtsverhandlung und dann doch plötzlich Freilassung, Anklageschrift etc.
Noch bis heute gibt es nicht einmal eine Anklageschrift. Wie kam es dazu, dass innerhalb von ein paar Stunden zunächst von Freilassung und Anklageschrift die Rede war? Nach gut einem Jahr fordert der Staatsanwaltschaft in seiner Anklageschrift 18 Jahre Haft gegen Deniz Yücel und das Gericht (!) setzt ihn auf freien Fuß.
Das geht alles, denn nicht die Gerichte sondern der Diktator entscheidet.
Wir werden uns weiterhin für die Freilassung von inhaftierten JournalistInnen einsetzen.
Wir bedanken uns bei allen, die sich mit Deniz und anderen inhaftierten JournalistInnen solidarisieren.
Nächste Kundgebung in Ulm: Freitag, den 2. März 2018
Die Solidaritätskundgebungen unter dem Motto „Freiheit für alle inhaftierten Journalistinnen und Journalisten“ gehen weiter. Am Freitag, den 2. März 2018 um 18.00 Uhr findet die nächste Kundgebung am Münsterplatz statt.

Spenden sind willkommen!
Da die Solidaritätsarbeit mit Meşale, ihrem Kind und ihrem Mann weitergehen wird, sind wir auch auf Spenden angewiesen. Daher sind Spenden herzlich willkommen.
Das Spendenkonto lautet:
AJK e.V.
IBAN: DE67 6305 0000 0005 5642 35
BIC: SOLADES1ULM
Stichwort: Meşale Tolu

Solidaritätskreis „Freiheit für Meşale Tolu“

Kontakt:
Baki Selcuk: Tel: 0152 540 750 69

E-Mail: [email protected]

E-Mail: freiheitfuerMeş[email protected]

www.facebook.com/FreiheitfuerMeşale

16.02.2017

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