Suriye

Published on Mart 16th, 2018 | by Avrupa 5

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Afrin unter Beschuss

Zehntausende fliehen vor türkischem Angriff und aus der Ostghuta

Die türkische Armee hat am Freitag ihre Angriffe auf Afrin verstärkt und die belagerte Stadt aus der Luft bombardiert und mit Granaten beschossen. Ankara will damit die vollständige Kontrolle über das bisher von den kurdischen Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) gehaltene nordsyrische Gebiet erlangen.

Nach Angaben eines Sprechers der YPG starben in der Nacht zu Freitag bei dem Beschuss mehr als 20 Menschen. Die Artillerie- und Luftangriffe hätten eine Wohngegend in der Stadt getroffen, sagte ein Sprecher der kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDK) am Freitag.

Afrin ist seit Tagen durch das türkische Militär und dessen islamistische Verbündete weitgehend eingeschlossen. Zehntausende Zivilisten haben aufgrund der jüngsten Angriffe die Stadt bereits verlassen und befinden sich nun auf der Flucht. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der Türkei läuft bereits seit Mitte Januar.

Auch in der Region Ostghuta nahe der Hauptstadt Damaskus gingen die Kampfhandlungen weiter. Russische Kampfjets griffen dort Ziele an. Das zuvor geschlossen von Islamisten kon­trollierte Gebiet ist nach der seit einem Monat anhaltenden Offensive durch syrische Regierungstruppen und deren russische und iranische Verbündete mittlerweile in drei voneinander getrennte Enklaven aufgespalten.

Weit über 15.000 Menschen flohen nach russischen Angaben seit Donnerstag aus der Ostghuta. Außenminister Sergej Lawrow sagte am Freitag, allein am Donnerstag seien 12.000 Menschen aus der Region östlich von Damaskus geflüchtet. Wie die russische Armee erklärte, hätten am Freitag mehr als 4.000 weitere Menschen Ostghuta verlassen und seien in Gebieten eingetroffen, die von der Regierung kontrolliert werden.

Unterdessen zeigten sich Russland, der Iran und die Türkei mit der Entwicklung in Syrien zufrieden. Besonders die Anstrengungen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus seien hervorzuheben, hieß es am Freitag in einer, nach einem gemeinsamen Gipfeltreffen im kasachischen Astana, verbreiteten Erklärung. Darin drückten die Außenminister zugleich ihre Sorge über andauernde Verletzungen des vereinbarten Waffenstillstands aus.

jW

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